AKTUELL

Die Fiesta Criolla 2017 war eine schöne und gelungene Veranstaltung - zahlreiche Criollofreunde haben dazu beigetragen - vielen Dank an alle die da waren!

Links zu den Bilder stehen unter Aktuelles!

Termine aktuell:

 

29.09.2017 Fohleneintragung Criollos La Primera, Dalwitz

 

06.10.2017 Fohleneintragung Criollos im Hegau, Gailingen

 

07.10.2017 Fohleneintragung HS-Corral, Mengen-Beuren

 

11.10.2017 Fohleneintragung Criollos de Baviera, Schöllnach

Einladung zur Fohleneintragung des HS-Corrals in Beuren, Mengen am 7. Oktober 2017 ist online unter Aktuelles!

Auf der Suche nach einem Criollo-Deckhengst? In unserer Zuchthengst Übersicht stehen viele tolle Hengste zur Auswahl!

Auf Facebook findet Ihr uns unter folgender Gruppe: 

Gruppe: CRZVD Criollos/Mestizios

Aufruf: Wer mit seinem Criollo im Sport vertreten ist, ist herzlich eingeladen Fotos und Berichte an uns zu senden (Kontaktaufnahme anhand des Kontaktformulars)

Marcha Functional

Zucht- und Leistungsprüfung für den CRIOLLO

Der 750-km-Ritt des uruguayischen CRIOLLO-Zuchtverbands, die "Marcha Funcional", findet in ähnlicher Form in Argentinien und seit kurzem auch in Brasilien statt. Aber Uruguay ist die Heimat dieses Rittes. Er wurde in den 40er Jahren von engagierten Züchtern als Zucht- und Leistungsprüfung eingeführt. CRIOLLOS, die bis heute ausschließlich für die Rinderarbeit auf den riesigen Estancien der südamerikanischen Pampas gezüchtet werden, müssen für diese Arbeit geschickt, nervenstark, ausdauernd und genügsam sein. Dieser Distanzritt soll besonders die beiden letzteren Eigenschaften, Ausdauer und Genügsamkeit, unter Beweis stellen und einen Vergleich der züchterischen Anstrengungen ermöglichen. Die Marchas sind demnach keine primär sportlichen Veranstaltungen (dafür gibt es zahlreiche kürzere Distanzrennen), sondern eine Leistungsprüfung für die Rasse der CRIOLLOS.

 

REGLEMENT


Die teilnehmenden Pferde müssen sich 30 Tage vor dem Ritt am Austragungsort einfinden. Sie verbringen die Zeit bis zum Beginn gemeinsam auf einer Koppel. Zufütterung, Training und sonstige Manipulationen sind untersagt. Das soll den individuellen Fütterungs- und Trainingszustand der Tiere nivellieren, denn es gilt nicht die beste Vorbereitung, sondem das Tier mit den besten genetischen Veranlagungen zu ermitteln. Überdies greift dieser Regelpunkt den Alltag der CRIOLLOS auf einer Estancia auf. Auch dort ernähren sich die Pferde ausschließlich von der Weide. Während des Rittes sind Zusatzfutter oder gar leistungssteigernde Mittel streng verboten.

Da es im April/Mai in Uruguay Herbst ist, sind die Weiden nicht gerade üppig. 90 Prozent der Teilnehmerpferde sind Stuten. Hengste sind bisher noch nie vorn plaziert worden und Wallache machen in einer Zuchtleistungsprüfung wenig Sinn. Der Ritt geht über 14 Reittage (mit einem Rasttag) und jeweils einer Etappe morgens und nachmittags. Die Anforderungen sind vonTag zuTag unterschiedlich, die Strecken steigern sich von 35 km bis auf 80 km am Tag, ebenso werden die Zeitvorgaben schwerer. Sinn der allmählichen Steigerung ist es, dieTiere am Anfang nicht zu überlasten, sondern langsam an die Konditionsgrenzen heranzukommen. Man sucht nicht die kurzfristige Spitzenleistung am Anfang, sondern die beste Ausdauerleistung zum Schluss. Während des ganzen Ritts werden gründliche Veterinärkontrollen durchgeführt.

Es fällt positiv auf, dass alle Reiter und Züchter ihre Tiere mit großer Umsicht behandeln. Die Gauchos sind Profis und kennen ihreTiere und deren Leistungsgrenzen sehr genau. Dadurch, dass es im Zweifelsfall für den Ruf der Zucht und des Reiters besser ist, mit einer schlechteren Plazierung anzukommen, als frühzeitig aufgeben zu müssen, kommt es zu keinen üblen Misshandlungen der Tiere. Andererseits kann sich jeder vorstellen, dass ein Reitervolk seine Pferde auch nicht übertrieben schont. Der Gaucho kennt seinen CRIOLLO und sich selbst und weiß sehr genau, was er verlangen kann. Und das ist auf einer so langen Distanz am wichtigsten !

Abschließend kann man feststellen, dass die CRIOLLOS erfolgreich sind, die eine gute Grundkondition mitbringen, sich schnell regenerieren (und das bei bescheidener Futtergrundlage) und die von ihrem Körperbau und ihrer Leistungsphysiologie dafür speziell veranlagt sind. Durch die kontrollierten und gleichen Startvoraussetzungen kann man davon ausgehen, dass Leistungsunterschiede stark genetisch bedingt sind. Dies wird dadurch bestätigt, dass es innerhalb der CRIOLLO-Zucht Zuchtlinien gibt, die durch ihren fortgesetzten Erfolg auffallen. Tatsächlich sind dies die Ergebnisse der Züchter, die oft schon sehr lange eine konsequente Selektion in dieser Richtung betreiben.